Schweiz: Warum sich der Abschluss einer Krankenkassen-Zusatzversicherung lohnt !

Wenn man in der Schweiz krank ist und eine professionelle medizinisch-therapeutische Behandlung notwendig wird, geht man in der Regel – wir haben ja alle eine obligatorische Grundversicherung – zu den im Rahmen der Grundversicherung zugelassenen Ärzten und medizinischen Therapien, für welche bei allen im Rahmen der Grundversicherung die gleichen Regeln und Kriterien gelten.

Gemäss BEOBACHTER haben heute mehr als 80% aller Krankenversicherten zur Grundversicherung noch eine freiwillige Zusatzversicherung. Nur leider nicht immer die richtige…

Diese Zusatzversicherungen ermöglichen ihren Versicherten, je nachdem, wie sie sich diese versichert haben, eventuell freie Arzt-Wahl bei einer Operation / Hospitalisierung, eventuell ein Spitalbett im Einzel- oder Doppelzimmer, den Besuch eines Heilpraktikers / komplementärmedizinische Behandlung anstatt des Schulmediziners, allenfalls Ambulanztransporte und Rettungsmassnahmen, Bade- und Erholungskuren (teilweise sogar im Ausland), Brillen und Kontaktlinsen, Massage- und andere (nicht über die Grundversicherung finanzierte) Therapien, nichtkassenpflichtige Medikamente, Hauskrankenpflege und Haushaltshilfen, Hilfsmittel wie Schuheinlagen, Gehhilfen und andere Krankenmobilien, Kurse für Geburtsvorbereitung und Rückbildung,  Leistungen im Bereich Fitness und Wellness, etc.  oder eben auch die sogenannt „nichtärztliche Psychotherapie“.

Am konkreten Beispiel „nichtärztlichen Psychotherapie“ bedeutet das konkret folgendes:

In der Grundversicherung gilt für alle dieselbe Regel: Die Grundversicherung zahlt sogenannte „ärztliche Psychotherapie“ beim Psychiater sowie die Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten / PsychotherapeutIn, welche bei einem Arzt angestellt sind und in seinen Räumen arbeiten („delegierte Psychotherapie“).

Doch wenn Sie eine Zusatzversicherung für diesen Bereich haben, haben Sie natürlich plötzlich eine viel, viel grössere Auswahl betreffend Ausbildungs- und Erfahrungs-Hintergrund.

Im Vordergrund steht plötzlich nicht mehr die Frage, wer (welcher Psychiater) hat noch einen Therapieplatz, sondern die eben viel wichtigere Frage: Was kann der Psychotherapeut / die PsychotherapeutIn ? Welche Ausbildung hat er / sie und was brauche ich für eine Art von Psychotherapie ?

Psychiater sind Mediziner, die sich im Bereich der stationären Psychiatrie weitergebildet haben (siehe hier ), und nach einer gewissen Zeit dann den Titel „Psychiatrie / Psychotherapie FMH“ erhalten.
Die „nicht ärztlichen“ (wahrscheinlich hat die Medizin / Psychiatrie früher mal diese Unterscheidung in „ärztliche“ und „nicht ärztliche“ eingeführt, um hier einen „Qualitätsunterschied zu suggerieren..) PsychotherapeutInnen haben ein Grundstudium in Psychologie und / oder weitere Humanwissenschaften, und machen anschliessend einige Jahre Psychotherapie-Zusatzausbildung und praktische Tätigkeit in der Therapie-Arbeit / Begleitung von Menschen, bis sie als PsychotherapeutInnen zugelassen sind [Details zum tatsächlichen Aus- und Fortbildungs-Hintergrund von ärztlichen (PsychiaterInnen) und nichtärztlichen PsychotherapeutInnen finden Sie hier).

Mit einer Zusatzversicherung verbreitert sich also Ihre Auswahl massiv…, wenn Sie auch die richtige Zusatzversicherung  wählen… [Zur Wahl der Zusatzversicherung siehe hier den Leistungsvergleich der Zusatzversicherungen: –> ungenügend –> knappest genügend bis einigermassen fast brauchbar –> gut / empfehlenswert.

Weitere Links zu diesem Themenbereich

Ausbildungsunterschiede bei sogenannt „ärztlichen Psyhotherapeuten / Psychiatern“ und normalen PsychotherapeutInnen ? Siehe hier und hier.

Wie wird man als Arzt / Ärztin zur delegierenden Ärztin für Psychotherapie?
Jede Ärztin / Arzt mit FMH-Titel kann sich durch eine „Weiterbildung“ „Delegierte Psychotherapie (FMPP)“ (siehe unter www.fmh.ch/files/pdf6/delegierte_psychotherapie_d.pdf und auch und hier) im Umfang von 61 Stunden (!!) heute zur FMH-Ärztin „Delegierte Psychotherapie“ „Ausbilden“ lassen, und danach PsychotherapeutInnen (oft natürlich solche, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung gar keine eigene Praxisbewilligung bekommen würden, oder aus anderen Gründen nicht so viele PatientInnen in der eigenen Praxis haben…) anstellen, welche unter ihrer „fachlichen Aufsicht“ dann Psychotherapien durchführen, welche die Ärztin / der Arzt dann über die Grundversicherung abrechnet… Ein offensichtlich einträgliches „Zusatz-Geschäft“ für diese ÄrztInnen…

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